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  • AutorenbildSven Becker

Sandstrahlen von Boot und Yacht – Unsere Tipps zu Strahlmittel, Sicherheit und Strahlkabine


Glänzende Yachten und Boote sind der Stolz eines jeden Bootsliebhabers. Aber wenn das Salzwasser und die Elemente ihren Tribut fordern, kann das Schönheitsbild schnell verschwinden. Aber was dann? Sandstrahlen ist dann eine bewährte Methode, um alte Farbe, Rost und Algen zu entfernen – und das Schiff anschließend wieder zum Strahlen zu bringen. Aber welches Strahlmittel sollte man verwenden? Und wie wichtig ist eine Sandstrahlkabine? In diesem Blogbeitrag werden wir diese Fragen beantworten und Ihnen alle Informationen liefern, die Sie benötigen, um Ihr Boot wieder in Topform zu bringen. (Oder bringen zu lassen).


Sandstrahlen von Yachten und Booten – was bringt Sandstrahlen?

Sandstrahlen ist eine Methode der Oberflächenvorbereitung, bei der mithilfe von Hochdruckluft und feinen Schleifpartikeln Rost, Farbe und andere Verunreinigungen von einer Oberfläche entfernt werden. Diese Technik wird in der Schifffahrtsindustrie häufig eingesetzt, um Yachten und Boote beispielsweise für einen neuen Anstrich oder eine neue Lackierung vorzubereiten. Bei diesem Verfahren wird eine Sandstrahlmaschine eingesetzt, die das jeweilige Strahlmittel mit Hilfe einer Strahlpistole bei hoher Geschwindigkeit auf die zu behandelnde Oberfläche schleudert.


Sandstrahlen von Yachten: Was für Sand nimmt man zum Sandstrahlen?

Den Sand, der beim Sandstrahlen verwendet wird, nennt man Strahlmittel. Und diese Strahlmittel können je nach Art der zu behandelnden Oberfläche und dem jeweils erforderlichen Abrasionsgrad variieren. Der Abrasionsgrad definiert dabei sozusagen, wie grob oder fein das Strahlmittel ist. Zu den üblicherweise verwendeten Strahlmitteln gehören Sand, Glasperlen, Korund, Schlacke oder auch Stahlkies (Stahlkorn). Die Auswahl der Partikel richtet sich nach ihrer Größe, Form und Härte sowie nach dem Verwendungszweck der gestrahlten Oberfläche.


Sandstrahlen ist eine absolut wirksame Methode der Oberflächenvorbereitung, weil dadurch Rost, Farbe und anderen Verunreinigungen entfernt werden kann. Dadurch erhält man eine saubere und glatte Oberfläche, die dann für die weitere Bearbeitung bereit ist. Es ist jedoch zu beachten, dass Sandstrahlen bei unsachgemäßer Durchführung auch ein gefährliches Verfahren sein kann. Die feinen Schleifpartikel können die Lunge angreifen, Haut- und Augenreizungen verursachen, und die Hochdruckluft kann außerdem zu Gehörschäden führen, wenn keine angemessenen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.


Um die Sicherheit während des Sandstrahlens zu gewährleisten, ist es wichtig, Schutzkleidung und -ausrüstung zu tragen, darunter Handschuhe, Schutzbrillen und Gehörschutzstöpsel. Außerdem ist eine angemessene Belüftung erforderlich, um das Einatmen von Strahlmittelpartikeln und anderen schädlichen Stoffen zu verhindern.

Sandstrahlen ist ein sehr wichtiger Schritt bei der Vorbereitung von Yachten und Booten für einen neuen Anstrich oder eine neue Lackierung. Auch wenn es bei unsachgemäßer Durchführung ein gefährliches Verfahren sein kann, ist es mit den richtigen Sicherheitsvorkehrungen eine äußerst wirksame Methode der Oberflächenvorbereitung. Damit Ihr Boot und Ihre Yacht bereit ist, um später beispielsweise ein brandneues Coating zu erhalten.


Was bringt Sandstrahlen?

Wie auch das Trockeneisstrahlen, so ist auch das Sandstrahlen ein sehr beliebtes Verfahren zur Vorbereitung und Erneuerung von Booten und Yachten für den Neuanstrich oder die Reparaturlackierung. Aber warum ist Sandstrahlen eine so wichtige Methode der Oberflächenvorbereitung von Yachten und Booten? Die Antwort liegt in den Eigenschaften, die die Elemente mit sich bringen, denen Yacht und Boot ausgesetzt sind. Und in der damit einhergehenden Notwendigkeit einer gründlichen und wirksamen Oberflächenbehandlung.

Wenn man sich vorstellt, dass Boote und Yachten dauerhaft den rauen Elementen des Meeres ausgesetzt sind, wie beispielsweise Salzwasser, UV-Strahlen und starker Wind, dann wird klar, dass man etwas gegen diesen Einfluss tun muss. Denn mit der Zeit können diese Elemente Boote und Yachten beschädigen, was beispielsweise zu Rost, Korrosion und Osmose am Boot führt. Um dem Schiff wieder zu seinem alten Glanz zu verhelfen, müssen deshalb im ersten Schritt alle Spuren von Rost, Seepocken, Algen und anderen Verunreinigungen von der Oberfläche entfernt werden. Erst, wenn alles sehr gewissenhaft abgetragen ist, kann man sich dem neuen Lack widmen.


Sandstrahlen oder Handarbeit?

Aber warum ist Sandstrahlen eine so gute Methode, um eine saubere Oberflächenvorbereitung zu erreichen? Stellen Sie sich vor, dass Sie Metalloberflächen mit einem Spachtel von Hand bearbeiten müssten. Oder stellen Sie sich vor, Sie müssten von Hand ein Boot entlacken. Das wäre eine unglaublich langwierige und anstrengende Aufgabe. Für Bootsliebhaber ist es bestimmt eine schöne Beschäftigung, aber oft fehlt dafür auch einfach die Zeit.

Im Vergleich zum händischen oder chemischen Entfernen von GFK-Lacken ist das Sandstrahlen absolut schnell und problemlos in der Lage, selbst die hartnäckigsten Rost- und Farbschichten zu entfernen. Dadurch bleibt eine gleichmäßige Oberfläche zurück, die für die weitere Behandlung bereit ist. Das ist besonders wichtig für Boote und Yachten, bei denen diese Arbeit ein hohes Maß an Präzision und Detailgenauigkeit erfordert, weil andernfalls der neu aufgebrachte GFK-Gelcoat in kurzer Zeit wieder Probleme bereiten wird.

Abgesehen von seiner Effektivität ist das Sandstrahlen auch eine relativ schnelle und kostengünstige Methode der Oberflächenvorbereitung. Der Prozess kann in wenigen Stunden statt in Tagen oder Wochen abgeschlossen werden, und es werden nur wenige Geräte und Materialien benötigt. Das macht es zu einer sehr attraktiven Option für Besitzer von Yachten und Booten, die nach einer zuverlässigen und effizienten Methode suchen, um ihr Schiff für einen neuen Anstrich oder eine Neulackierung vorzubereiten.


Sandstrahlen von Yachten und Booten – welche Sicherheitsmaßnahmen sind wichtig?

Beim Sandstrahlen von Yachten und Booten muss die Sicherheit immer an erster Stelle stehen, weil der Prozess des Sandstrahlens einige Risiken birgt. Das liegt beispielsweise daran, dass Hochdruckluft aus dem Kompressor und teils sehr feine Schleifpartikel genutzt werden. Um die Sicherheit sowohl des Bedieners als auch weiterer Personen in der Umgebung bei der Anwendung zu gewährleisten, sollten mehrere wichtige Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden.

In erster Linie ist es wichtig, beim Sandstrahlen eine geeignete Schutzausrüstung zu tragen. Dazu gehören eine Atemschutzmaske, um die Lunge vor dem Einatmen der Strahlmittel zu schützen, sowie Handschuhe, Schutzbrillen und andere Schutzkleidung, um Haut- und Augenreizungen zu vermeiden. Wer nicht auf diese Sicherheitsmaßnahmen achtet, der riskiert aufgrund des Sandes ernsthafte Lungenkrankheiten wie etwa die Silikose (Staublunge). Zusätzlich sollte sichergestellt werden, dass die Sandstrahlgeräte ordnungsgemäß gewartet sind und sich in einem guten Betriebszustand befinden, weil defekte Sandstrahlgeräte ebenfalls ein Sicherheitsrisiko darstellen können.


Sandstrahlen in der Kabine – warum sind Sandstrahlkabinen wichtig?

Ein weiterer wichtiger Sicherheitsaspekt beim Sandstrahlen von Booten und Yachten sind Sandstrahlkabinen. Grund dafür ist, dass beim Sandstrahlen eine erhebliche Menge an Staub und zurückbleibendem Sand entsteht, der sich in der Umgebung verteilen kann, wenn keine geeigneten Maßnahmen zur Eindämmung getroffen werden. Um das zu verhindern, empfiehlt es sich, das Sandstrahlen in einer Kabine oder einem Gehäuse durchzuführen, wo das genutzte Strahlgut, Staub und Schutt aufgefangen und dann ordnungsgemäß entsorgt werden können. Sandstrahlkabinen erhöhen nicht nur die Sicherheit, sondern sie verringern auch die Auswirkungen des Strahlgutes auf die Umwelt.

Zusätzlich zu diesen Maßnahmen ist es wichtig, alle Mitarbeiter, die mit dem Sandstrahlen zu tun haben, entsprechend zu schulen und auszubilden. Dazu gehört auch die Unterweisung in die richtige Handhabung der Geräte sowie in Sicherheitsprotokolle, die im Falle eines Notfalls zu befolgen sind.


Kann man mit normalem Sand Sandstrahlen?

Beim Sandstrahlen von Booten und Yachten ist es wichtig, die richtige Art von Strahlmittel zu verwenden. Viele Menschen glauben, dass normaler Quarzsand für das Sandstrahlen von Yachten und Booten geeignet ist, das ist jedoch nicht der Fall. Tatsächlich ist das Sandstrahlen mit normalem Quarzsand in vielen Ländern, darunter auch in Deutschland, verboten. Grund für das Verbot sind die hohen gesundheitlichen Risiken, die damit verbunden sind.


Eines der Hauptprobleme bei der Verwendung von normalem Quarzsand zum Sandstrahlen von Booten und Yachten ist das Risiko der Silikose, die wir eben schon kurz angesprochen haben. Silikose ist eine Lungenkrankheit, die durch das Einatmen von feinem Siliziumdioxidstaub verursacht wird und zu chronischen Atemproblemen und sogar zum Tod führen kann. Normaler Quarzsand enthält einen hohen Anteil an kristallinem Siliziumdioxid, was ihn bei der Verwendung zum Sandstrahlen besonders gefährlich macht.


Weil die Verwendung von normalem Quarzsand zum Sandstrahlen von Booten und Yachten streng verboten ist, müssen alternative Strahlmittel verwendet werden, die weniger gefährlich sind. Beispielsweise Glasperlen, Aluminiumoxid oder Schlacke. Diese Materialien sind ebenfalls sehr wirksam, um Rost, Farbe und andere Verunreinigungen von der Oberfläche von Booten und Yachten zu entfernen, aber sie bergen nicht die gleichen Gesundheitsrisiken wie normaler Quarzsand.

Aber bei den Gesundheitsrisiken bleibt es natürlich nicht. Denn zusätzlich kann die Verwendung von normalem Quarzsand zum Sandstrahlen von Booten und Yachten auch negative Auswirkungen auf die Umwelt haben. Der beim Sandstrahlen entstehende Staub und Schutt kann sich etwa in der Umgebung verteilen und Luft und Wasser verschmutzen. Mit alternativen Strahlmitteln und einer Sandstrahlkabine kann man diese Schwierigkeiten vermeiden.


Sandstrahlen Boot und Yacht: Welchen Sand fürs Sandstrahlen?

Die Wahl des richtigen Sandes ist von entscheidender Bedeutung, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Es gibt verschiedene Arten von Sand, die beim Sandstrahlen von Booten und Yachten eingesetzt werden können. Im Folgenden werden die vier gängigsten Optionen vorgestellt:

  • Korund: Korund ist ein sehr hartes und scharfkantiges Mineral, das gern bei der Bearbeitung von Materialien wie Metall eingesetzt wird. Korund bringt als Strahlmittel aufgrund seiner Härte gute Ergebnisse beim Entfernen von Rost und altem Lack von Booten und Yachten. Aufgrund seiner Schärfe kann Korund beim Sandstrahlen jedoch auch die Oberfläche beschädigen, wenn es nicht korrekt angewendet wird. Hier ist beim Einsatz also Vorsicht geboten.


  • Schlacke: Schlacke ist ein Nebenprodukt der Stahlherstellung und wird oft als kosteneffektive Alternative zu anderen Sandarten verwendet. Obwohl Schlacke für Sandstrahlarbeiten genutzt wird, ist sie als Strahlmittel nicht so effektiv beim Entfernen von Rost oder altem Lack wie andere Strahlmittel. Schlacke kann auch dazu führen, dass Oberflächen ungleichmäßig werden und sollte daher vorsichtig eingesetzt werden.


  • Glasperlen: Diese Sandart ist aus Glas hergestellt und wird oft für feinere Sandstrahlarbeiten verwendet. Glasperlen sind sehr sanft und hinterlassen eine glatte Oberfläche, die für das Auftragen von Beschichtungen sehr gut geeignet ist. Glasperlen werden als Strahlmittel oft für das Reinigen von empfindlichen Oberflächen verwendet, da sie durch ihre runde Oberfläche keine Kratzer oder Beschädigungen verursachen.


  • Stahlkies: Stahlkies ist ein Metallsand, der oft für schwere Sandstrahlarbeiten verwendet wird. Er ist sehr effektiv beim Entfernen von Rost und altem Lack von Booten und Yachten, aber er kann auch sehr hart sein und die Oberfläche beschädigen, wenn er nicht korrekt angewendet wird.

Insgesamt gibt es also verschiedene Sandarten, die beim Sandstrahlen von Booten und Yachten eingesetzt werden können. Die Wahl des richtigen Sandes hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, wie etwa der Art und Beschaffenheit des Materials, das bearbeitet werden soll, und der gewünschten Oberflächenbeschaffenheit. Es ist deshalb sehr wichtig, die jeweiligen Vor- und Nachteile jeder Sandart zu kennen und anschließend die richtige Wahl des Strahlmittels zu treffen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.


Wir hoffen, dass wir Ihnen einen guten Überblick und Informationen über das spannende Thema des Sandstrahlens von Yachten und Booten geben konnten. Es ist eine absolute effektive Methode der Oberflächenvorbereitung, wenn die richtigen Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden.


Wenn Sie weitere Fragen haben oder ein kostenlAngebot benötigen, dann freuen wir uns, Ihnen weiterzuhelfen. Ihr Team von YachtPolish. Ihrem Yachtservice in Kappeln.


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